R-und-R (Retoure und Resümee)

Sorry, es ist nicht immer einfach einen passenden Titel für den Blog-Eintrag zu finden, und spektakulär war am Abreisetag nicht wirklich etwas. Und das ist im Vergleich zu 2017 auch ganz gut so…

Wir mussten unser Appartement bis 11 Uhr geräumt haben, da bereits am gleichen Tag die Nachmieter eingezogen sind. Und ich bin ja nicht so der „ich-schmeisse-meine-Sachen-die-so-rumliegen-einfach-in-den-Koffer-Typ“. Dunja sagte, dass sich derjenige, der meinen Koffer ersteigern würde, sehr freuen würde. Das kann man alles fast anziehen ohne zu waschen… naja, fast…

Aber so waren wir dann entsprechend früh fertig und hatten noch Zeit, bis wir Richtung Flughafen aufbrechen mussten. Chillen im Kino war das, was uns am besten gefallen hat. Ein bisschen runter kommen von den vielen Eindrücken; den Füssen eine Pause gönnen… zumindest für die Dauer des Films… und nochmal einen Eimer Pibb Xtra Cherry Cola!

Ready Player One von Steven Spielberg lief ja schon eine ganze Weile und deshalb waren auch nur noch zwei andere Gäste mit uns in der 13:10-Vorstellung im doch erstaunlich kleinen Kino mit noch erstaunlich kleinerer Leinwand, doch gar nicht so erstaunlichem Sound und mässigem 3D-Bild… ach ja, da freue ich mich doch wieder auf mein bescheidenes Heimkino; nicht ALLES ist hier grösser, besser, lauter etc.

(Noch einmal Falafel over rice vom Halal-Strassenverkaufswägelchen)

Und der letzte Artikel meiner Einkaufstour, bei der ich Trump-Land mit 628$ den Rücken gestärkt habe, nämlich eine zweite Yankees-Baseball-Cap. Dunja meinte ich sei der Shopping-King… aber sind 4 Hoodies, 2 Jacken, 2 Mützen, 8 Paar Socken, 2 Longsleeves und ein paar Schuhe für einen NY-Urlaub wirklich soviel? Angemessen würde ich sagen; nicht übertrieben… was meint ihr?

Unser A380 stand dann aber leider noch 2h auf der Startbahn und musste wieder zum Auftanken zurück ans Gate, was nochmal 90 Minuten gedauert hat. Wir saßen also bereits über 3 1/2h im Flieger und waren noch keinen Meter geflogen… Schlechtes Wetter sei die Ursache gewesen, wobei man davon weder am Boden noch im Wetterbericht etwas gesehen hat. Es war so gegen halb zwei, als wir endlich unser Dinner bekamen. Dazu habe ich noch zwei Schlaftabletten eingeworfen und habe wohl den Rest des Flugs geschlafen…

Da ich auf Nachfrage beim Check-In wieder den 51D-Sitz bekam, ging das mit dem Schlafen auch so einigermassen…

Und so waren wir nach ca. 18h von unserem Brooklyn-Home (Herzchen links) wieder zuhause (blauer Punkt rechts).

Abschließend bleibt festzuhalten; der Urlaub war so wie erwartet und doch ganz anders. Es war eine Rückkehr an viele bekannte Orte aus 2017 aber ganz ohne Schlagzeugspiel. Privatstunden am Collective habe ich dann doch keine genommen; es hat sich einfach nicht ergeben. Dafür habe ich noch eine ganze Menge mehr an Einblicken in die amerikanische Kultur bekommen und vor allem die Schwierigkeiten des Zusammenlebens auf diesem engen Raum (Manhattan) in diesem kulturellen Spannungsfeld. Letztendlich kann das wohl auch nur funktionieren, weil alle, die dort leben einen Gedanken in sich tragen; den Stolz darauf Amerikaner zu sein und zur Nation USA zu gehören. Man mag es oder eben nicht, aber das entscheidet jeder für sich selbst.

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Save the best for last…

Das Beste kommt zum Schluss… Dies fasst unseren letzten vollen Urlaubstag in NY wohl am besten zusammen. Wobei, bewußt geplant haben wir diesen Tag im Vorfeld nicht. So wie an den übrigen Urlaubstagen hat sich vieles spontan ergeben.

Grob hatten wir uns das Gebiet östlich, unterhalb vom Times Square ausgesucht. So liegt hier im Umkreis von wenigen Blocks:

Das Empire State:

(Wir waren nicht oben, aber der Eingangsbereich hat uns schon einen guten Eindruck von diesem historischen Bauwerk vermittelt)

Die New York Public Library:

(Auch bekannt aus vielen Filmen; die Anfangsszene von Ghostbusters wurde z.B. hier gedreht)

Grand Central Station:

(Hier mit Met Life und dem Chrysler Building im Hintergrund)

…und der Madison Square Garden:

(…für den, bzw. Bon Jovi hatten wir nämlich Karten…)

(…noch relativ leer… sowohl die Arena, das Bier und auch die Packung Beef Jerky…)

Die Amerikaner sind ein Volk der Entertainer! Da sage ich nix Neues, aber wenn man mal so ein Spektakel in dieser Dimension live erlebt hat, dann wirkt alles andere daneben ziemlich klein…

(Alles perfekt für den Hauptact; da wird auch nochmal ausgiebig gesaugt bevor Jon auf die Bühne kommt…)

(Unsere Sitzplatzkarten waren mit 80$ noch vergleichsweise günstig aber trotzdem mit guter Sicht auf Monitor und Bühne)

Interessant war Bon Jovi vor allem, weil Jon und die übrig Band direkt aus New Jersey bzw. New York kommen. Es war also eine lokale Band, die für die New Yorker gespielt hat; so wie die Rodgau Monotones in der Batschkapp, nur eben ein bisschen grösser…

Under the Bridge

DUMBO (Down under the Manhattan Bridge Overpass) war auch eine Gegend, die ich 2017 nicht gesehen habe. Ich würde fast sagen, dies ist das Filetstück von New York mit der tollsten Architektur und dem schönsten Ausblick, nämlich nach Manhattan. Deshalb lasse ich heute die Bilder für sich sprechen…

(Noch in unserem lokalen Gefrierschrank; man beachte den Lautsprecher im Einkaufswagen – mehr als den und zwei Avocados braucht man hier offenbar nicht zum Überleben)

(Das Bild soll auf die Titelseite der nächsten Ausgabe von „Gay-Pride“ kommen…)

(6$ für eine Kugel Eis?! Das kann sich auch nur die berühmteste Eisdiele der Welt erlauben, die Brooklyn Ice Cream Factory. Aber geschmacklich war es schon zum Niederknien…)

(Nochmal Sonnenuntergang von der Dachterrasse der 1 Rooftop Garden & Bar)

(Auch der Double SmokeShack vom ShakeShack-Burgerladen mit sagenhaften 930 cal war eine Sünde wert – ohne Pommes, wohlgemerkt. Naja, wer will schon in den Himmel…?!)

Ups and Downs

Generell kann man festhalten, dass Brooklyn zwar eine schöne Wohngegend, aber für Sightseeing und abendlich Ausflüge nach Manhattan eher ungeeignet ist. Man verliert viel Zeit in der Metro, vor allem beim Umsteigen. Da sind dann schon mal 1 1/2 Stunden weg, bevor man irgendwo im mittleren oder oberen Teil von Manhattan angekommen ist. Die Metro fährt auch nicht 24h, und so ist man nach einem langen Konzertbesuch auch irgendwann auf Taxi oder Uber angewiesen. Nur nach Brooklyn sind das dann mindestens 20$+, die man dafür einkalkulieren sollte.

So gesehen war die Entscheidung 2017 in Chinatown am Metro-Knotenpunkt Canal Street (mit 4 Haltestellen entlang der Canal Street) zu wohnen, die richtige gewesen. Zuverlässigkeit und Frequenz der Züge sowie kurze Strecken per Uber sind da wesentlich angenehmer, sofern man eben bei der Unterkunft Kompromisse machen kann oder bereit ist den Manhattan-Aufpreis zu bezahlen.

So hat es dann am Montag auch nur noch für Shopping bei Macy’s in Midtown gereicht, bevor wir Richtung Greenwich Village zum Smalls Jazz Club aufbrechen mussten.

(Die schmale Fassade täuscht, das Ding ist einen ganzen Block tief und 6 oder 7 Stockwerke hoch)

(Dunja hat das Buffet bei Whole Foods auch schon ins Herz geschlossen)

Die 7th Avenue Richtung Greenwich Village zu laufen war schon ein ganzes Stück und dazu noch ziemlich stressig, da die Gehwege voller Menschen und Baustellen waren. Und auf dem Weg dorthin keine einzige Sitzgelegenheit. Im St. Vincent’s Triangle Park gab es dann aber sogar Tische und Wasserspender und wir hatten ein wohlverdientes, fantastisches Picknick.

Ari Hoenig hatte ich zwar schon 2017 im Smalls gehört, aber noch nicht als Quartett. Sein Spiel war im Vergleich zu Joe Farnsworth im Anschluss wesentlich kreativer und unterhaltsamer. Das sagte Dunja nach den beiden Sets, nicht ich… aber ich bin da ganz ihrer Meinung. 😉

(Auch diesen New Yorker Künstler kannte ich schon, der mit seinen Filzstiften den kleinen Raum mit Lösemitteln beduftet und sein Werk nach Ende des Konzerts ans Publikum verkauft)

(Dieses Bild von der Wall Street hat uns den J-Train um 5 Sekunden verpassen lassen und uns somit 30 Minuten Wartezeit gekostet… wir wurden 5x von einem zum anderen Bahnsteig geschickt, bevor wir dann endlich losfuhren… ich hoffe ihr würdig es…)

Glück liegt auf der Strasse

Unser Samstag begann mit dem Nachbarschaftsfest unsere Strasse. Wobei es hauptsächlich darum ging die Beete zwischen den Häusern, für die sich sonst wahrscheinlich niemand verantwortlich fühlt, aufzuhübschen. Die Musik fehlte zwar, aber Franklin hat uns nett begrüßt und es gab homemade Cookies!

Wir haben den Bus genommen um einen Teil der Metro-Strecke in Brooklyn zu umfahren, aber Busfahren macht in NYC nicht wirklich Spaß. Selbst wenn man nicht selbst hinter dem Steuer sitzt, stresst der Verkehr, das abrupte Bremsen, Gasgeben und Hupen. Und es dauert ewig… So waren wir nach diesem Ritt durch Brooklyn schon wieder hungrig.

Frankfurter haben hier ein ähnliches Renommee wie Mercedes, Porsche oder Oktoberfest. Schmecken zwar eher wie ein Debrecziner aber auch für uns Vegetarier mal eine Ausnahme wert.

Irgendwann waren wir dann endlich in Coney Island. Und dort unten am Wasser war es dann doch einige Grad kühler, sodass wir in den nächstgelegenen Klamottenladen sind um dem, der auf die Mitnahme seiner Jacke großzügig verzichtet hat, etwas zum Anziehen zum kaufen… mir…

Kurzer Einschub; seit dem Frankfurter Flughafen bin ich mal wieder total angefixt von einem neuen technischen Gadget. Bose hat kürzlich so einen Hybrid zwischen Kopfhörer und mobilem Blutooth Lautsprecher heraus gebracht. Mit 300 EUR aber auch nicht ganz billig.

Und ich war am Freitag schon kurz davor mir das Ding im Bose Store am Colubus Circle zu kaufen; der Preisunterschied war mir dann aber mit 326$ (entspricht 273 EUR) inkl. Tax zu gering, und so habe ich den Kauf auf die Zeit nach unserer Rückkehr nach Deutschland verschoben. Thema erledigt, auch wenn das Teil total geil ist…

Zurück nach Coney Island in den Klamottenladen… Ein Typ spricht mich an und sagt: Sir, you dropped something… Er streckt mir seine Hand entgegen in der er eine kleine Rolle mit losem Gummiband drum herum hält. Instinktiv greife ich zu und sage: Oh, thanks a lot man… und stecke die Rolle in meine Hosentasche…

Als wir dann in Deno’s Wonder Wheel saßen, holte ich die Rolle aus der Hosentasche.

Tja, das Bose-Teil und ein feudales Abendessen waren damit bezahlt…

(Dunja im Zucker-Paradies)

Für den Sonntag haben wir uns dann das American Museum of Natural History vorgenommen.

„Nachts im Museum“ mit Ben Stiller wurde hier zwar nicht gedreht, aber die Räumlichkeiten dienen dem Film als Vorlage.

Das Sushi war das Beste, was ich wohl jemals gegessen habe. Viel frischer Fisch, toll geschnitten, unglaublicher Geschmack… Dunja’s Fall war es leider nicht so sehr und sie musste dann noch eine Portion Krabben-Dumplings nachordern, und ich war damit pappsatt… Danke an den unfreiwilligen Spender…

Wir sind anschließend die Amsterdam Avenue Richtung Columbus Circle spaziert, da ich Dunja noch das Lincoln Center zeigen wollte. Wir waren gerade dort angekommen, als ein Typ rief: Tickets, tickets! Free Tickets!

Und ich rief dann: What for?!

So kamen wir in den Genuss von Orphic Moments im Rose Theater, welche 10 Minuten später begannen. Schön war auch, dass es keine 3-Stunden-Oper war sondern das Thema auf angenehme 90 Minuten ohne Pause zusammengefasst wurde. Fantastische Unterhaltung mit bestem Blick auf die Bühne und in den Orchestergraben. Euridice, die Hauptdarstellerin haben wir anschließend noch in der Metro getroffen.

Ohnehin werden wir hier jeden Tag gesegnet… Vom Candy-Verkäufer in der Metro, auf dessen Stand wir aufpassen während er zur Toilette geht. Von der Dame, deren Tasche ich die Treppen zum Bahnsteig hochgetragen habe… Von den Sängern in der Metro, die einen Dollar von uns bekommen haben…

Das Glück kann uns gerne weiterhin gewogen bleiben… es gibt keinen Grund zur Klage…

Licht und Schatten

Die Wetterwechsel in New York City sind extrem, noch extremer als bei uns. Und Dunja sagte, auf zwei Dinge kann man sich hier verlassen: Die Unzuverlässigkeit der Wettervorhersage und die der Metro.

So haben wir uns für unseren Hardcore-Sightseeing-Trip am Donnerstag ungewollt einen unbarmherzig heißen Tag ausgesucht. Und dazu noch einen Tag der Schlangen, d.h. mit nicht enden wollendem Anstehen vor Sicherheitskontrollen, die dem Frankfurter Flughafen als leuchtendes Vorbild dienen könnten. Die Angst der Amerikaner vor Anschlägen auf ihr nationales Wahrzeichen nimmt manchmal schon groteske Züge an, wie z.B. scharf bewaffnete Park- und Museumswächter. Aber klar; wenn es dann doch irgendwann mal einer schafft einen atomaren Sprengsatz in eine Gürtelschnalle zu implantieren; vor dem Betreten des Ausflugsboots finden sie ihn auf jeden Fall…

Aber trotz dieser Strapazen war es ein besonderer Tag mit unvergesslichen Eindrücken:

(Das obligatorische Pflichtbild aller New York-Urlauber)

(…auf Tuchfühlung mit Mrs. Liberty…)

(Natürlich ist das amerikanische Wahrzeichen innen hohl… ha-ha…)

(Auch mit Schuhgröße 14 in meinen neuen Nikes kann ich mit ihr nicht konkurrieren…)

(Du kommst hier net rein… Ellis Island wurde 1956 stillgelegt)

(Fast schon ein Sinnbild für das heutige Gesundheitssystem der USA; die verfallenen Krankenhaus-Barracken gegenüber des Hauptgebäudes)

(Welches Motiv ist hier nun schöner?)

(Back in the hood und total am A…)

Nach dieser kräftezehrenden Tour war es gut ein enspanntes Programm für den Freitag zu haben. Filmemachen ist ja bekanntermaßen die Kernkompetenz der Amerikaner, und so sollten sie auch in der Lage sein diese entsprechend zu präsentieren. Wir haben uns eine Form der Präsentation ausgesucht, die man bei uns nur schwer findet. Avengers 3: Infinity War in IMAX 3D.

Im AMC Loews Lincoln Square 13 war einfach alles giganto-bombastisch! Ein Eimer voll Popcorn, 1,5l Cherry Cola, Sound der einen aus dem Sessel katapultiert hat und ein Bild „larger-than-life“. Einfach alles, was ich bisher gesehen und gehört habe ist im Vergleich dazu mickrig. Ab der Hälfte des Films konnte ich mich aber garnicht entscheiden, was mich nun mehr erschüttert hat; die Rockkonzert-Lautstärke von vorne, der eiskalte Luftstrom der Klimaanlage von oben oder der unbändige Drang die 1,5l Cola wieder loszuwerden…

Anyway, als Adrenalinjunkies und Science Fiction Fans sind wir hier voll auf unsere Kosten gekommen!

Direkt nach dem Kino waren wir mit Sohrab verabredet. Ihn habe ich 2017 kennengelernt; den Perser, der in Hamburg aufgewachsen ist, dann nach Japan ging und durch die Greencardlotterie in New York gelandet ist. Da er Musiker ist und die non-profit Organisation Musicians for musicians ins Leben gerufen hat, hatten wir viel zu erzählen. Er hat sich Salzige Heringe von Katjes gewünscht, und da in den USA ja alles größer ist, haben wir ihm den 2kg-Vorratspack mitgebracht. Ein schönes Wiedersehen, welches uns in die Upper Westside gebracht hat.

Und so haben wir auch noch das Dakota House und den Strawberryfiels Park mitgenommen.

(Vor diesem Eingang wurde John Lennon im Dezember 1980 von tödlichen Schüssen getroffen)

(Dunja hat im Strawberryfields Park sogar einen Waschbären entdeckt)

Und was ich letztes Jahr auch nicht ausprobiert hatte, sind die Strassenküchen, die man an jeder Ecke findet. Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich diese gemieden hatte, den die Falafel over rice waren sehr lecker und mit 5$ auch absolut preiswert.

(Manchmal ist das schönste Restaurant mitten auf dem Broadway zwischen den beiden 2-spurigen Hauptverkehrsadern durch die Upper Westside)

Ach ja, auf den Hurricane gegen Abend kann man sich auch verlassen.

Was tun, was tun…?

Wenn man ohne Plan und Vorbereitung eine Stadt mit so vielen Möglichkeiten besucht, dann ist man ziemlich schnell an einem Punkt, wo man sich Gedanken machen muss, wie die Zeit bis zum Abflug ausgefüllt werden soll. Ohne vorab gebuchte Tickets ist das allerdings schwierig, sodass wir den gestrigen Tag mit Internetrecherche und Buchen verbracht haben. So ein Tag Pause war aber auch mal ganz gut um sich noch vom Jetlag und den ersten, doch recht langen Tagen zu erholen.

Am Dienstag haben wir uns für Central Park und Top of the Rock erntschieden.

Obwohl man hier erst einigen hundert Meter von der Stadt entfernt ist, hört man vom Strassenlärm nichts mehr und die Geschäftigkeit ist Ruhe und Vogelgezwitscher gewichen.

Das entfernte Getrommel hat uns dann aber doch noch ein paar Schritte gehen lassen. So ein Schlagzeug ist über eine weite Entfernung hörbar, und vor allem hatte der Drummer ziemliche Kondition…

Wir wollten den Sonnenuntergang vom Rockefeller Center ansehen und hatten Tickets für kurz nach sechs gebucht. So hatten wir noch 2h Zeit bis das Sonnenlicht langsam den tausenden künstlichen Lichtern gewichen ist.

So klar hatte ich den Lichtwechsel vom One World Trade Center in 2017 nicht gesehen, da die oberste der drei Plattformen keine Verglasung hat. Dieses Erlebnis ist so einmalig, da kann man das Gedränge und ununterbrochene Surren, Piepsen und Klicken direkt am Ohr verschmerzen. Irgendwann gibt auch das lichtstärkste Objektiv auf, und die Reihen lichten sich, da für Stative offenbar kein Platz ist oder diese nicht erlaubt sind…

Als wir vom Times Square Richtung Brooklyn aufgebrochen sind, war es bereits halb zwölf und wir waren durch. Leider mussten wir auch noch lange auf den J-Train warten der uns über die Brücke bringen sollte und somit waren wir erst nach eins im Bett. Die Entscheidung letztes Jahr so zentral – wenn auch mit vielen Kompromissen – in Chinatown zu wohnen, war absolut richtig gewesen. Auch wenn es theoretisch nur 30 Minuten mehr nach Brooklyn sind, machen die Umsteigezeiten und das Nadelöhr Williamsburg Bridge die Distanz gefühlt sehr viel weiter.

Gestern hatten wir dann Seetag; unsere Aida-Kreuzfahrten lassen grüßen… Wir waren beiden von den ersten Tagen total geschlaucht, und außerdem gab es einen krassen Temperaturwechsel. Mittlerweile hat es hier über 30 Grad und so haben wir den Tag in unserm lokalen Gefrierfach (Supermarkt) und unter unserem Ventilator verbracht. Wir haben jetzt Tickets und Pläne für die nächsten Tage, sodass wahrscheinlich bis nächsten Donnerstag keine Langeweile aufkommen wird…

Aber ganz ohne wollten wir gestern doch nicht schlafen gehen, und so haben wir uns in der 230 5th Rooftop Bar noch ein Bier zum Einschlafen gegönnt…