Über

Es gibt was zu Feiern!

Ich habe nämlich mit Erstaunen festgestellt, dass ich das erste Drumset von meinem Vater vor genau 10 Jahren geschenkt bekommen habe. Dies war sein Set, welches er vor mehr als 40 Jahren selbst gespielt hat. Seit Anfang August 2007 beschäftige ich mich also – mehr oder weniger – mit dem Thema. Und zum 10jährigen gibt’s natürlich auch Geschenke, also erkläre ich den Kurs am Collective nachträglich zu meinem Geschenk an mich…

Allerdings bin ich vor 10 Jahren nicht so ambitioniert eingestiegen, wie ich das Hobby heute betreibe. Da war auch schon mal ein Jahr Pause dazwischen; ziemlich am Anfang, nachdem mich mein erster Lehrer nicht so recht motivieren konnte. Sein Ansatz war sicherlich richtig, aber in den Rudiments (Grundlagen) habe ich noch nicht den Sinn erkannt, und da hat sich für mich noch nicht die Brücke zur Musik geschlagen. Tja, und ohne Üben kein Fortschritt, was dann Becken und Trommeln erstmal hat einstauben lassen. Ich hatte zwar schon ein zweites Schlagzeug aktueller Bauart gekauft, nur macht halt leider das tollste Instrument keine Spaß, wenn man es nicht spielen kann.
Da ist so ein schnelles Auto wesentlich dankbarer. Das Gaspedal ist im Gegensatz zum Bassdrum-Pedal von fast jedem bedienbar.

Klar war auf jeden Fall immer, dass das Schlagzeug mein Instrument ist. Und ich denke dies liegt daran, dass mein Vater in den 60er Jahren selbst als Profimusiker gespielt hat, dieses Instrument dann später in meiner Kindheit bei uns im Keller stand, und ich das Glück hatte durch den Musikgeschmack meines Vaters schon früh geprägt zu werden. Trotzdem war es offenbar noch nicht meine Zeit, und so bin ich erst mit 36 Jahren hinters Set gekommen. Aber dafür gehe ich das Thema heute sehr viel bewusster an, als ich das in jungen Jahren gemacht hätte, und so ist der Kurs am Drummers Collective nur ein weiterer Schritt auf der – sehr langen – Leiter.

Seit ein paar Jahren nehme ich regelmäßig Unterricht, und ich habe das Glück einen tollen Lehrer zu haben. Meine Frau war es, die mir die ersten Stunden in einer Musikschule in Wiesbaden geschenkt hat. Das war im Juni 2014 und seitdem motiviert mich der Unterricht mich auch zuhause hinzusetzen. Seit 2014 habe ich zeitweise in drei Bands parallel gespielt, seit Mai diesen Jahres ist es nur noch eine Band, aber dafür kann ich momentan 2h/ Tag üben. Unsere persönlichen Lebensumstände und eine verständnisvolle Frau erlauben mir überhaupt erst mich so intensiv mit Musik zu beschäftigen.

Zusammengefasst bleibt es natürlich ein Hobby, dass ich neben meiner Vollzeitberufstätigkeit ausübe. Ich bin gespannt was in, und nach New York passiert. Ich wünsche mir natürlich gesund zu bleiben und mich weiterzuentwickeln. Aber mit 46 Jahren sieht die Zukunft schlicht anders aus, als aus der Perspektive eines 20-jährigen.

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